In Holtenau am westlichen Ufer der Kieler Förde heißt unsere freundliche Crew Sie an Bord willkommen. Die Einschiffung erfolgt um 19 Uhr. Nach einem Begrüßungsgetränk und beim gemeinsamen Abendessen im Kreis Ihrer Mitreisenden und der Besatzung werden Sie sich auf den Decksplanken der Eye of the Wind sogleich wohlfühlen.
Dänemark voraus!
Vorbei am grün-weißen Leuchtturm Friedrichsort segeln wir am nächsten Morgen hinaus in Richtung Ostsee. An unserer Steuerbordseite sehen wir das Marine-Ehrenmal von Laboe, dessen markante Silhouette dem Turm eines U-Bootes nachempfunden ist. Gleich daneben entdecken wir das ehemalige U-Boot U 995, das aus dieser Perspektive besonders eindrucksvoll auf dem Laboer Strand thront. Auf Höhe der Insel Fehmarn überqueren wir die unsichtbare Landesgrenze zwischen deutschen und dänischen Gewässern. Nach einem erlebnisreichen Tag unter vollen Segeln nehmen wir Kurs auf die Südküste der dänischen Insel Lolland. Einen Liegeplatz für die Nacht finden wir in der kleinen Mittelalterstadt Nysted. Von hier hat man einen herrlichen Blick über den Fehmarnbelt, den Offshore-Windpark Rødsand, die alte Provinzstadt und Schloss Ålholm. Je nach Reisefortschritt sind der Fährhafen Gedser auf der Insel Falster oder Rødbyhavn, von wo aus seit über 100 Jahren die Autofähren zwischen Fehmarn und der dänischen Inselwelt verkehren, unsere Alternativen für den ersten Landgang.
Aktiv oder lieber ganz gemütlich mitsegeln? – Sie haben die Wahl!
Nach einer Sicherheits- und Segel-Einweisung durch die Schiffscrew dürfen Sie am Bordbetrieb selbst aktiv teilnehmen. Die tatkräftige Mithilfe an Deck erfolgt stets auf freiwilliger Basis, unter fachkundiger Anleitung der Crew und mit viel Freude am Teamwork. Selbstverständlich können Sie bei den Segelmanövern und beim täglich praktizierten traditionellen Seemannshandwerk auch einfach nur ganz entspannt zusehen. Oder machen Sie es sich unter Deck im komfortablen Salon bequem und schmökern Sie in einem Buch aus der Bordbibliothek.
Segelerlebnisse in der Mecklenburger Bucht
Ein Natur-Höhepunkt der Ostseeregion ist die beeindruckende Vorbeifahrt an Møns Klint: Die Kreidefelsen im Osten der Insel bilden mit einer Ausdehnung von sechs Kilometern und einer Höhe von bis zu 128 Metern die höchste Steilwand Dänemarks. Der Anblick der Klippen von der Seeseite – und besonders von Bord eines Schiffes aus – ist wahrhaft atemberaubend. Nach der Umfahrung der Halbinsel Falster und der Kreidefelsen von Møns Klint ändern wir den Kurs nach Südosten.
Freuen Sie sich auf herrliche Segeltage auf der sommerlich frischen Ostsee. Aufgrund der Küstenbeschaffenheit mit wenigen Seehäfen werden wir während dieses Törns voraussichtlich einige Nächte am Ankerplatz auf See verbringen – günstiges Wetter vorausgesetzt. Die Nacht „vor Anker“ ist immer wieder ein ganz besonderes Ereignis jeder Seereise: Wetter- und Tierbeobachtungen mit Blick auf die abendliche Meeresoberfläche, dazu vielleicht ein Getränk aus der Bordbar … jetzt kommt die Urlaubserholung ganz von selbst. Und das anschließende Frühstück „mitten auf dem Meer“ schmeckt sogar noch besser als im Hafen. Bei günstigem Wetter werden wir Gelegenheit haben, einmal abends keinen Hafen oder Ankerplatz aufzusuchen, sondern die Nacht hindurch zu segeln – ein weiterer Höhepunkt einer jeden Seereise.
Mögliche Tagesziele sind die Nordspitze des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft oder die Bucht vor der Steilküste der Insel Rügen auf Höhe des Kap Arkona. Unter ruhigen Seegangsbedingungen wird es sogar möglich sein, von hier aus mit dem Beiboot der Eye of the Wind eine Erkundungstour an Land zu unternehmen und das Kap zu erwandern.
Vor dem Erreichen unseres Zielhafens Stralsund bildet das traditionelle Captain’s Dinner in einer gemütlichen Runde aus Crewmitgliedern und Mitreisenden den kulinarischen Abschluss dieser Seereise. Im Hafen der ehemaligen Hansestadt am Strelasund verabschieden Sie sich vom Schiff und seiner Besatzung.